Oh Tannenbaum…

Oh Tannenbaum…

Florian Stadelmann, Innungsmeisterstellvertreter und Obmann der Gartengestalter

Kein Weihnachtsfest ohne Christbaum!

Haben Sie sich schon für einen Christbaum entschieden? In unserer abendländischen Tradition ist ein Weihnachtsfest ohne Baum kaum vorstellbar. Besonders dieses Jahr trägt der vertraute Lichterglanz erheblich nach den Aufregungen der letzten Wochen zur Normalität bei. Es ist schön, wen man sich an bestimmten Sitten und Bräuchen orientieren kann.
Darum finde ich den Weihnachtsbaum dieses Jahr noch wichtiger. Er beruhigt uns alle durch seinen feinen Geruch und versetzt nicht nur unsere Kinder in Feiertagsstimmung. Endlich Ruhe. Endlich Weihnachten.
Es ist eine schöne Tradition, den Weihnachtsbaum vor Heiligabend mit Kerzen, zu schmücken, Kugeln und Süßigkeiten an die Zweige zu hängen und am Abend die vielen Kerzen anzuzünden.
Doch welcher Weihnachtsbaum eignet sich am besten? Ich möchte Ihnen die beliebtesten Weihnachtsbaum-Sorten vorstellen.

Verschieden Baumarten
Mein absoluter Favorit ist die Nordmanntanne. Daher wachsen in unserer Christbaumkultur in Hard auch Großteils diese schönen Pflanzen. Ihr gleichmäßiger Wuchs macht Nordmannstannen ideal für unsere Wohnräume. Die dunkelgrünen Nadeln sind weich und stechen nicht, so dass auch Kinder problemlos beim Schmücken mithelfen können. Die starken Zweige tragen den Baumschmuck spielend und lassen ausreichend Platz für Sterne und Kerzen. Beliebt ist die Nordmannstanne durch ihre lange Haltbarkeit. Selbst im beheizten Räumen verliert diese Baumart über Wochen keine Nadeln.

Schön ist auch die Edeltanne. Sie hat einen kompakteren, gelegentlich etwas unregelmäßigen Wuchs. Die dicken, duftenden Nadeln dieser Tannenart variieren farblich von grün bis blaugrün und sind weich. Sehr angenehm ist der intensive Tannennadelduft. Die Edeltanne hält bis weit in den Januar bei Zimmertemperatur ohne an Pracht zu verlieren. Das Preisniveau ist vergleichbar mit einer Nordmanntanne.

Die Fichte oder Rottanne ist die preiswerteste Weihnachtsbaumarten. Diese heimischen Bäumchen haben etwas dünnere Äste und kürzere, hellgrüne Nadeln, die auch leicht stechen. Die Fichte punktet besonders durch ihren sehr vertrauten, angenehmen Waldduft. Er erinnert mich immer ein wenig an Harz. In warmen Räumen verliert die Fichte nach einiger Zeit die Nadeln, daher sollte sie erst kurz vor dem Fest geschnitten werden.
Bei Blaufichten ist der Nadelfall kein Problem. Die etwas längere, graublaue Benadelung hält wochenlang am Baum. Sie sticht allerdings ein wenig und ist vielleicht mit kleinen Kindern weniger empfehlenswert.

So hält ihr Baum lange
Die Freude am Baum währt am längsten, wenn er bis zum Fest kühl gelagert wird. Stellt man ihn ins Wasser, bleibt er ebenfalls frischer. Das gilt auch für seine Standzeit im Zimmer. Verschiedene Christbaumständer verfügen über ein Wasserreservoir. Stellen Sie den Baum nicht direkt neben den Heizkörper. Das verkürzt seine Haltbarkeit markant.
Wir als regionaler Christbaumzüchter bieten Qualitätsbäume in Hard bei der Alma Käsefabrik und in der Nähe der St. Sebastiankirche an. Frisch geschlagen, halten sie am längsten.